Microsoft Teams: Neue Empfehlungen für Apps und Agenten im Admin Center
Ein Projekt wird in Teams besprochen, die zugehörige Aufgabe liegt in Jira und die nächste Anfrage wartet in ServiceNow. Für Mitarbeitende bedeutet das häufig: zwischen Anwendungen wechseln, Informationen suchen und anschließend wieder in die Unterhaltung zurückkehren. Dabei gibt es für manche dieser Anwendungen bereits passende Teams-Apps oder Agenten.
Microsoft möchte diese Integrationen künftig leichter auffindbar machen. Ab November 2026 sollen Administratoren im Teams Admin Center Empfehlungen für Apps und Agenten erhalten, die zu bereits genutzten Anwendungen im Unternehmen passen. Die Funktion muss zunächst durch einen Administrator aktiviert werden.
Was ändert sich bei Teams-Apps und Agenten?
Unternehmen nutzen häufig Drittanbieteranwendungen wie ServiceNow, Workday oder Jira. Die zugehörige Teams-App oder ein passender Agent ist jedoch nicht immer für die Mitarbeitenden verfügbar. Dadurch bleiben Möglichkeiten zur Integration im Arbeitsalltag ungenutzt.
Die neue Funktion soll Administratoren dabei unterstützen, solche Möglichkeiten zu erkennen. Im Teams Admin Center werden passende Apps und Agenten vorgeschlagen. Nutzungssignale helfen dabei, die Empfehlungen zu priorisieren und einzuschätzen, wo eine Bereitstellung besonders sinnvoll sein könnte.
Die Empfehlungen beziehen sich auf unterstützte Anwendungen, für die eine entsprechende Teams-App oder ein Agent vorhanden ist. Nicht jede eingesetzte Unternehmenssoftware wird damit automatisch in Teams integriert.
Wie entstehen die Empfehlungen?
Wenn ein Administrator die Funktion aktiviert, verwendet Microsoft Signale zu Anmeldungen bei Anwendungen innerhalb der Organisation. Auf dieser Grundlage werden relevante Teams-Apps und Agenten ermittelt und empfohlen.
Die Vorschläge orientieren sich damit an Anwendungen, die im Unternehmen bereits genutzt werden. Administratoren erhalten zusätzliche Anhaltspunkte für ihre Entscheidung, welche Integrationen sie für welche Nutzer bereitstellen möchten.

Bildquelle: Microsoft 365 Message Center, MC1481309
Welche Möglichkeiten haben Administratoren?
Administratoren können die Empfehlungen prüfen und anschließend entscheiden, wem eine App oder ein Agent zur Verfügung stehen soll. Dabei sind folgende Zielgruppen vorgesehen:
- Nutzer der entsprechenden Anwendung: Mitarbeitende, die die zugrunde liegende Anwendung bereits verwenden.
- Bestimmte Nutzer und Gruppen: Eine gezielte Bereitstellung für ausgewählte Personen oder Teams im Unternehmen.
- Die gesamte Organisation: Eine Verfügbarkeit für alle Nutzer, wenn dies zum vorgesehenen Einsatz passt.
Zusätzlich können Administratoren entscheiden, ob die empfohlene App oder der Agent für die jeweiligen Nutzer installiert werden soll. Eine Empfehlung führt also weder automatisch zur Freigabe noch zur Installation.
Was passiert ohne Eingriff eines Administrators?
Es werden keine Teams-Apps oder Agenten automatisch aktiviert. Bestehende Einstellungen zur Verfügbarkeit und Installation bleiben unverändert, solange ein Administrator keine Änderungen vornimmt.
Wer die neue Funktion nicht nutzen möchte, muss laut Ankündigung nichts unternehmen. Auch nach der Aktivierung der Empfehlungen bleibt die Entscheidung über die Bereitstellung bei den zuständigen Administratoren.
Wann wird die Funktion verfügbar?
Microsoft nennt für die Einführung derzeit folgende Zeiträume:
- Targeted Release: Beginn Anfang November 2026, voraussichtlicher Abschluss bis Mitte November 2026.
- Allgemeine Verfügbarkeit weltweit und in GCC: Ebenfalls Beginn Anfang November 2026, voraussichtlicher Abschluss bis Mitte November 2026.
Die Einführung erfolgt schrittweise. Die genannten Termine entsprechen der bereitgestellten Microsoft-Ankündigung und können sich ändern.
Welchen Nutzen hat die Neuerung im Arbeitsalltag?
Für Mitarbeitende kann der Vorteil darin liegen, bereits genutzte Geschäftsanwendungen direkt innerhalb von Teams zu erreichen. Je nach Funktionsumfang der jeweiligen App oder des Agenten lassen sich dadurch Arbeitsschritte stärker mit der täglichen Kommunikation verbinden.
Für Unternehmen ergeben sich daraus vor allem drei Chancen:
- Weniger Wechsel zwischen Anwendungen: Unterstützte Funktionen können näher an Chats, Zusammenarbeit und Besprechungen rücken.
- Vorhandene Software besser nutzen: Bereits verfügbare Teams-Integrationen werden leichter entdeckt.
- Gezielter bereitstellen: Administratoren können Empfehlungen anhand der Nutzung prüfen und passende Nutzergruppen auswählen.
Wie groß der Nutzen tatsächlich ist, hängt von der jeweiligen Integration und den Arbeitsabläufen im Unternehmen ab. Eine häufig genutzte Anwendung ist ein guter Ausgangspunkt für die Prüfung, aber noch kein Grund für eine organisationsweite Freigabe.
Was sollten Administratoren vorbereiten?
Wenn Sie die Funktion einsetzen möchten, können Sie bereits vor dem Rollout die Zuständigkeiten und den Ablauf für die Prüfung neuer Empfehlungen festlegen:
- Einsatz bewerten: Prüfen Sie, ob Empfehlungen auf Basis bereits genutzter Anwendungen für Ihre Teams-Umgebung hilfreich sind.
- Aktivierung abstimmen: Berücksichtigen Sie, dass Microsoft nach der Aktivierung Anmeldesignale zur Ermittlung der Empfehlungen verwendet.
- Empfehlungen einzeln prüfen: Bewerten Sie Nutzen, benötigte Berechtigungen und die passende Zielgruppe einer App oder eines Agenten.
- Bereitstellung festlegen: Entscheiden Sie bewusst über Verfügbarkeit und Installation, beispielsweise zunächst für eine ausgewählte Nutzergruppe.
- Verantwortliche informieren: Stimmen Sie das Vorgehen mit den Teams-Administratoren ab und ergänzen Sie bei Bedarf Ihre interne Dokumentation zur App-Verwaltung.
Was bedeutet das für Ihre Teams-Umgebung?
Mit den neuen Empfehlungen hilft Microsoft Administratoren dabei, passende Teams-Integrationen für bereits genutzte Anwendungen zu entdecken. Das kann den Wechsel zwischen Anwendungen reduzieren und vorhandene Software im Arbeitsalltag besser nutzbar machen.
Entscheidend bleibt die gezielte Auswahl: Die Funktion liefert Empfehlungen, während Administratoren über Freigabe, Zielgruppen und Installation entscheiden. So lässt sich die Erweiterung von Teams mit den eigenen Vorgaben zur App-Verwaltung verbinden.
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